Röntgen

Mit „Röntgen“ bezeichnet man Untersuchungsverfahren, bei denen mithilfe von ionisierenden Strahlen Bilder oder Durchsichten vom Körperinneren erzeugt werden.
 

Ein Röntgengerät besteht aus einem Strahler und einem Aufnahmesystem, z. B. einer Filmkassette oder einem digitalen Detektor. Die Untersuchung wird im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt.
 

Ergebnis sind zweidimensionale Schwarz-Weiß-Bilder, die der Arzt an einem Lichtkasten oder am Monitor auswertet. Je nach Fragestellung können die Lunge, das Herz, die Brustdrüse, Magen, Darm, Nieren und Knochen abgebildet werden.
 

Besonders gut können dichte Strukturen wie z. B. Knochen dargestellt werden.
 

Weniger gut geeignet ist die konventionelle Röntgenaufnahme bei Erkrankungen von Muskeln, Sehnen und Bändern.

Was passiert während der Untersuchung? 

Im Röntgenraum muss die Körperregion frei gemacht werden (Kleidung, Schmuck), die untersucht werden soll. Dann werden Sie bzw. der betreffende Körperteil zwischen dem Detektor und der Röntgenröhre positioniert und es wird wie beim Fotografieren eine Aufnahme angefertigt, die in wenigen Sekunden zur Verfügung steht. Die strahlenempfindlichen Organe, besonders Keimdrüsen, werden bestmöglich geschützt (Bleiumhang).

In der Regel werden zwei, selten mehr Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen (Ebenen) angefertigt. Nach der Aufnahme können die Bilder auf dem Bildschirm nachbearbeitet und vom Radiologen beurteilt werden. 

Was sollten Sie noch wissen?

Unabhängig von der Körperregion liegen alle diagnostischen Röntgenuntersuchungen in einem unbedenklichen Dosisbereich. Auch wenn mehrfach im Jahr geröntgt wird, gilt dies als unbedenklich. Bei starker Häufung von Röntgenaufnahmen muss das Risiko individuell eingeschätzt werden. Die Strahlenbelastung ist durch die in unserer Praxis eingesetzte digitale Direktradiografie, unabhängig von der Körperregion, meist sehr gering. Daher dürfen insbesondere auch Kinder an dem von uns genutzten Gerät untersucht werden. 
 

Was sind die Vorteile der digitalen Radiografie?  

  • höhere Empfindlichkeit und bessere Ausnutzung der eingestrahlten Energie bedeutet: weniger Strahlenbelastung  

  • größerer Belichtungsumfang = weniger Wiederholungsaufnahmen. 

  • bessere Auswertungsmöglichkeiten durch Nachberarbeitung am Bildschirm durch Graustufenanpassung, Bildschärfung und Lupenvergrößerung

  • Sichere und verlustfreie Archivierung 

  • Datenübertragung über Direktleitungen und sichere Internetverbindung. 

  • umweltfreundliche Bilderstellung bedeutet: keine Entwicklerchemie, kein silberbelastetes Abwasser, Wasserersparnis  
     

Und so lange dauert eine Untersuchung je nach Körperregion: 

  • Wirbelsäule, Gelenke und Lunge/Herz  wenige Minuten. 

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